Schoolworkerin

Heike Jäschke

Landkreis Merzig-Wadern
Kreisjugendamt

Telefon: (01 51) 42 60 95 86
Fax: (0 68 61) 80-365

h.jaeschke@merzig-wadern.de

 

 

Seit dem Schuljahr 2010/11 gibt es an unserer Schule eine Schoolworkerin, die zweimal in der Woche (montags und  mittwochs) an unserer Schule präsent ist und mit anpackt. Schüler, Lehrer und Eltern mit all ihren schulischen Problemen sind bei ihr jederzeit willkommen und gut aufgehoben. Sie unterstützt und ergänzt unser Team. Mit ihrem fachkundigen Blick von außen weiß sie oftmals Rat und Hilfe in schwierigen Sachverhalten.

Die Schoolworkerin ist über das Kreisjugendamt Merzig angestellt, hat ihr Schulbüro im ehemaligen Sprachförderhaus und vergibt Termine nach Absprache. Sie nimmt Elternmitteilungen auch gerne über unseren Elternbriefkasten (an der Schulhoftüre ) in Empfang oder macht Aushänge im Schaukasten zum Schulhof. Sie organisiert therapeutische Nachhilfe , Familienhilfe , Hilfe bei sozialen Leistungen für unsere Kinder und vieles mehr.

Beschreibung einer möglichen Zusammenarbeit

von Schoolworkerin und Grundschule

 

Projekt „Respekt üben –Achtung zeigen“

Im Schuljahr 2011/12 arbeitet die Schoolworkerin Frau Jäschke mit der Klasse 2 c der Grundschule Merzig St. Josef in einem Sozialtraining.

Projekt-Idee/Motivation:

In der Klasse 2c lernen 9 Jungen, die einen anerkannten Förderbedarf im Bereich Sprache haben. Schon im Verlauf des 1. Schuljahres kommt es immer wieder zu Streitigkeiten unter den Jungen, die meist nicht verbal ausgetragen werden. Die Schüler können, auf Grund ihres geringen Wortschatzes oder der schwach ausgeprägten sprachlichen Fähigkeiten ihre Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle, Sorgen oder Probleme nicht ausdrücken.

Da die Bemühungen ein Sozialtraining mit einem neutralen Übungsleiter zu initiieren im 1. Schuljahr fehlschlugen, wurde im 2. Schuljahr die Schoolworkerin um eine Zusammenarbeit gebeten.

Frau Jäschke hospitierte einen Tag in der Klasse, um sich ein Bild von den Kindern und ihren Problemen zu machen. Sie schlug vor, dass „Känguru –Projekt“ zu starten.

Projektziel:

Die Schüler sollen lernen, ihre Stärken und Schwächen erkennen zu können.

Die Schüler sollen lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse formulieren zu können.

Die Schüler sollen lernen, auf sprachlichem Weg ihre Konflikte zu klären.

Projektinhalte:

Rahmenhandlung für das Projekt ist eine Känguruherde im Zoo. In jeder Stunde wird ein Känguru, das eine bestimmte Charakteristik aufweist, vorgestellt. In Gruppengesprächen wird überlegt, wie sich dieses Känguru fühlt und was die anderen Kängurus tun können, damit es dem Känguru gut geht. Durch verschiedene Spiele, Fantasiereisen oder Bildgestaltungen werden die Inhalte gefestigt und das Kooperationsverhalten und das Gemeinschaftsgefühl der Klasse gestärkt.

Die Schüler basteln Gefühlskängurus, mit deren Hilfe sie ihre Gefühle darstellen können. Die Lehrkraft sollte diese Kängurus auch in ihren alltäglichen Unterricht einbauen.

Die Themenschwerpunkte sind: Zuhören lernen, Körpersprache erkennen, Gefühle erkennen, Gefühle zeigen, Selbstwertstärkung, Mitbestimmung und Klassenregeln. Sie werden anhand von Geschichten über Kängurus vermittelt.

 

Projektrahmen:

Frau Jäschke arbeitet zweimal in der Woche eine Schulstunde mit den Schülern am Projekt. Die Inhalte des Projektes finden sich sowohl im Lehrplan des Faches Sachunterricht als auch im Fach Religion wieder.

Die Dauer des Projektes wurde zu Beginn nicht festgelegt. Da nicht abgesehen werden konnte, wie lange die Schüler für die Aufarbeitung ihrer Probleme brauchen. Das Ende des Projekts in der Klasse 2 c ist jetzt für den Beginn des Weihnachtsferien angedacht. (ca. 25 Schulstunden)

Frau Jäschke bereitet das Material vor. Nach dem Ende einer Stunde wird der weitere Verlauf des Projektes besprochen. Die Lehrkraft schildert, die in der Klasse aufgetretenen Probleme. Frau Jäschke passt die Projektinhalte daraufhin an. Die Lehrkraft und die Schoolworkerin beteiligen sich an den Übungen und leiten die Gesprächsrunden zu gleichen Teilen.

Erfahrungen:

  • Die Kinder brauchen 4- 6 Einheiten um Vertrauen zur Schoolworkerin aufzubauen.
  • Die Schüler öffnen sich und lernen die Schoolworkerin als weitere Bezugsperson in der Schule kennen, die sie eventuell bei ihren Problemen unterstützt.
  • Das Projekt muss immer wieder individuell auf die Klasse zu geschnitten werden, die damit arbeitet (Themen, Zeitrahmenu.ä.)
  • Das sprachliche Niveau der Geschichten ist viel zu anspruchsvoll. Alle Geschichten wurden von der Schoolworkerin umformuliert.
  • Im Laufe des Projektes zeigten sich Probleme bei den Schüler, die in diesem Projekt nicht angesprochen wurden.
  • Deshalb formulierte die Schoolworkerin eigene Geschichten, die besser auf die Probleme der Schüler eingehen (z.B. Versagensängste, Selbstüberschätzung, Verletzung mit Worten o.ä.)
  • Eine Abwechslung von Bewegungsspielen, Rollenspiele und Gesprächsrunden ist unerlässlich.
  • Schüler lernen ihre Bedürfnisse zu formulieren.
  • Außenseiter werden eingebunden.
  • Gefahr des Scheitern des Projekts in einer Klasse ist möglich.

 

Heike Jäschke, Schoolworkerin Kreis Merzig-Wadern

Margret Angel, Klassenlehrerin Klasse 2c